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Informierten vor Ort über den Stand der Bauarbeiten im Bereich der Callenberger Unterführung: Peter Baj, Werksleiter beim Zweckverband für Abfallwirtschaft in Nordwest-Oberfranken (ZAW) und Benedikt Röde, Bauleiter des in diesem Abschnitt ausführenden Bauunternehmens Kassecker aus Waldsassen.

 

 
  Verlauf des neuen Teilstücks

  Leitungsrohre der neuen Fernwärmetrasse

  Arbeiten im Bereich Callenberger Unterführung

  Wasser muss aus der Baustelle gepumpt werden…

Etwa 200 Kubikmeter Wasser habe man nach den Regenfällen der vergangenen Tage täglich aus der Baustelle im Bereich der Callenberger Unterführung abpumpen müssen, so ZAW-Werksleiter Peter Baj am Donnerstag nachmittag bei einem Pressegespräch vor Ort. Die Baustelle nahe der Shell-Tankstelle ist ein Teil der Gesamtmaßnahme zur Neuverlegung eines Teilstücks der Fernwärmeleitung des Zweckverbands für Abfallwirtschaft in Nordwest-Oberfranken (ZAW). An der tiefsten Stelle sammle sich nicht nur das Oberflächenwasser der Umgebung, auch die Grundwassersituation sei im Bereich der Baustelle besonders prekär, die Einrichtung einer Grundwasserhaltung besonders schwer. Die Folge: Schlechte Bodenverhältnisse. Wenn sich das Wasser wieder einmal nur schwer abpumpen lasse, bedeute dies oft, dass die Arbeiten im Bereich der Callenberger Unterführung – teils für mehrere Tage – stillstehen müssen. Aber auch durch ungeplante Verschiebungen im Trassenverlauf sei man mit der Durchführung der geplanten Arbeiten mittlerweile ca. 4 Wochen im Verzug. Undokumentierte oder falsch eingezeichnete Fremdleitungen und -rohre im Arbeitsbereich des vorgesehenen Trassenverlauf, aber auch andere Fremdkörper, auf die die Bauarbeiter im Rahmen der Tiefbauarbeiten immer wieder stoßen – bis hin zu den Resten einer alten Brücke über die nah gelegene Lauter – machen dem Projekt zusätzlich zu schaffen. Verschiebungen im Trassenverlaufs seien, so die verantwortlichen Experten, bei Fernwärmeleitungen mit einem hohen planerischen Aufwand verbunden: Die Statik müsse vielfach neu berechnet werden, bereits georderte Teilstücke passen nicht mehr und müssen neu angefertigt werden. Damit die Leitung nachher auch den Test der Zeit besteht und auch die Gewährleistung intakt bleibt, arbeiten die Planer in einem engen Rahmen einzuhaltender Parameter.

Seit 11. April – dem Beginn der Baumaßnahme – ist die Lossaustraße von der Callenberger Unterführung stadteinwärts eine Einbahnstraße. Die beschilderte Umleitung aus der entgegengesetzten Richtung führte zunächst bis Ende April über Mohrenstraße, Kanalstraße, Raststraße und Callenberger Straße zur Unterführung. Ab Ende April wurde dann auch die Vollsperrung der Callenberger Straße zwischen Lossaustraße und Raststraße erforderlich. Die Umleitung des Verkehrs erfolgt ab diesem Zeitpunkt ab Callenberger Unterführung stadteinwärts über die Lossaustraße sowie ab Lossaustraße stadtauswärts über Mohrenstraße, Kanalstraße, Raststraße (sowie ggf. den Kanonenweg) zurück auf die Callenberger Straße (s. Kartenausschnitt unten). Für die Zuführung zur Callenberger Straße gilt für die gesamte Dauer der Umleitung ebenfalls eine einspurige Sperrung für den gegenläufigen Verkehr, d.h. auch diese Straßen werden zeitweilig zu Einbahnstraßen. Die Sperrung der Callenberger Straße zwischen Lossaustraße und Raststraße – zunächst geplant für die Dauer von ca. 3-4 Wochen bis Ende Mai – wird, aller Voraussicht nach, durch die zwischenzeitlich eingetretenen Komplikationen im Bereich der Baustelle Callenberger Unterführung noch bis Ende Juni 2016 aufrechterhalten werden müssen.

Seit 1989 betreibt der Zweckverband die 4,3 Kilometer lange Fernwärmeleitung vom Müllheizkraftwerk in Coburg-Neuses zum Betriebsgelände der SÜC in der Bamberger Straße. An der in die Jahre gekommenen Hauptleitung mussten in den vergangenen Jahren – speziell im Bereich des nun zu ersetzenden Teilstücks – mehrfach Leckagen repariert werden. Überschwemmungen hatten die Ummantelung der Rohre beschädigt, die daraufhin zu rosten begannen. Zur Vermeidung weiterer, potenziell kostspieliger Reparaturen fiel im Vorfeld die Entscheidung, das bestehende Leitungssystem auf einer Länge von ca. 800 m zwischen Fernwärmeschacht H 21 (Kanonenweg, Nähe Callenberger Unterführung) und Schacht H 33 (Kanalstraße, Berufsschule) durch neue Rohrleitungen zu ersetzten. Die Kosten für den Neubau belaufen sich vsl. auf ca. 3,5 Millionen €.

Rechtzeitig zum Beginn der nächsten Heizperiode – Mitte bis Ende September – soll die Gesamtmaßnahme, an der nach wie vor 3 verschiedene Bautrupps an mehreren Stellen gleichzeitig arbeiten, dann abgeschlossen und das neue Teilstück der Fernwärmeleitung in Betrieb genommen werden. Die Fahrbahn wird nach Fertigstellung zunächst mit einem Bitumenprovisorium verschlossen. Die Aufbringung der letzten Feinschicht wird vsl. erst – nachdem sich der Boden in diesem Bereich gesetzt hat – nach der Winterpause im kommenden Jahr erfolgen.

Weiterlesen: ZAW-Fernwärmeleitung
 

 

Umleitung des Verkehrs bei einseitiger Sperrung der Lossaustraße und gleichzeitiger Vollsperrung eines Teilstücks der Callenberger Straße zwischen Kanonenweg/Lossaustraße und Raststraße (vereinfachte Darstellung).

 

 

Pressestimmen

 

02.06.2016Coburger TageblattCallenberger erst Anfang Juli frei

02.06.2016Neue Presse CoburgWasser behindert die Bauarbeiten

22.04.2016Coburger TageblattKein Durchkommen zur Callenberger Straße

21.04.2016Neue Presse CoburgIn Coburg geht es von Montag an eng zu

04.04.2016Neue Presse CoburgSechs Monate lang Einbahnstraße

04.04.2016Coburger TageblattNeue Fernwärmeleitung sorgt für Umleitungen

 

 

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