Aktuelles

Die Stadt Coburg lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung zum aktuellen Stand der Planungen zur Generalsanierung des Landestheaters ein. Die Veranstaltung findet am 4. Juli 2017 ab 18 Uhr im Großen Haus des Landestheaters Coburg statt.

Der Coburger Stadtrat hat in seiner letzten, 12. Sitzung des Jahres am 15. Dezember 2016 die Errichtung einer kostengünstigen Interimsspielstätte auf dem Ketschenanger einstimmig beschlossen. Damit geht aller Voraussicht nach ein langwieriger Planungs- und Entscheidungsprozess hinsichtlich der für die Dauer der...

In seiner Sitzung vom 21. Juli 2016 hat sich der Coburger Stadtrat in Hinblick auf eine Ausweich- bzw. Interiumsspielstätte für das Coburger Landestheater klar für den Standort Anger ausgesprochen. Gleichzeitig einigten sich die Stadträte auf eine Anhebung der Kostenobergrenze sowie die Planung und Durchführung...

 
 
 

Pressestimmen

 

05.07.2017iTV CoburgBetrieb verlängert - Bürgersprechstunde im Landestheater Coburg

05.07.2017Neue Presse CoburgGeneralsanierung: »Eine sehr schwierige Kiste«

05.07.2017Coburger TageblattLandestheater: Hinter der Bühne wird alles neu

05.07.2017Neue Presse CoburgDer Anger wird Theaterplatz

03.03.2017Coburger TageblattDer gewisse Dreh fürs Landestheater Coburg

17.02.2017Neue Presse CoburgMillionen für die Bühnen

15.12.2016iTV CoburgSchluss mit dem Theater! - Stadtrat entscheidet sich für eine Interimsspielstätte

15.12.2016Bayerischer RundfunkStadtrat beschließt günstigere Ersatzspielstätte

15.12.2016Coburger TageblattDas Landestheater in Coburg erhält Zweckbau mit 353 Plätzen als Zwischenlösung

15.12.2016Coburger TageblattAusweichspielstätte Landestheater: Modulare Leichtbauweise statt Globe

15.12.2016Neue Presse CoburgStadtrat beschließt Kompromiss zur Ausweichspielstätte

14.12.2016Coburger TageblattCoburger Theater-Theater: Eilantrag liegt jetzt vor

14.12.2016Neue Presse CoburgAusweichspielstätte schon am Donnerstag im Stadtrat

12.12.2016iTV CoburgAlles auf Anfang? - Interimsspielspielstätte soll neu diskutiert werden

12.12.2016Coburger TageblattCoburger Theater-Tauziehen: Plötzlich ist wieder Genf im Spiel

12.12.2016Coburger TageblattGeneralsanierung: Amend warnt vor einem Tournee-Theater

12.12.2016Coburger TageblattEklat: Bodo Busse verlässt verärgert den Saal

12.12.2016Neue Presse CoburgStadtratsfraktionen wollen Sondersitzung

07.12.2016Neue Presse CoburgBei den Kosten für ein Globe-Theater wird's eng

07.12.2016Coburger TageblattCoburger "Globe": Die Kosten explodieren

06.12.2016Neue Presse CoburgGlobe-Theater am seidenen Faden

02.12.2016Coburger TageblattDas "Coburg Globe" wäre machbar

02.12.2016Neue Presse CoburgArbeitsgruppe berät über Globe-Theater

24.07.2016Coburger TageblattLandestheater in Coburg: Geht es eine Nummer kleiner?

22.07.2016Coburger TageblattGlobe oder ein "Glöbchen" für Coburg?

22.07.2016Neue Presse CoburgAngst vor den Kosten

20.07.2016Neue Presse CoburgEin »Globe-Theater« für Coburg

18.07.2016Coburger TageblattEin rundes Theater für Coburg im Rondell?

02.02.2016iTV CoburgOhne Kultur geht nicht - Söder erteilt Planungsauftrag für Generalsanierung

01.02.2016Neue Presse CoburgMillionen im Gepäck

01.02.2016Bayerischer RundfunkCoburger Landestheater - 2017 geht es mit der Sanierung los

01.02.2016Coburger TageblattBayern bekennt sich zum Landestheater Coburg

13.01.2016Coburger TageblattTheatersanierung: Coburg investiert in die eigene Zukunft

13.01.2016Coburger TageblattGeneralsanierung des Landestheaters: Es gibt doch gar keine Alternative

13.01.2016tvo - TV OberfrankenLandestheater Coburg: Freistaat investiert über 40 Mio. Euro

13.01.2016Coburger TageblattGeneralsanierung des Landestheaters: Der Meilenstein ist endlich gesetzt

13.01.2016Neue Presse CoburgMeilenstein zur Generalsanierung

13.01.2016Coburger TageblattAusweich-Spielstätte: Hochschule bietet Hilfe für völlig neue Lösung an

13.01.2016Neue Presse CoburgFurcht vor einer Explosion der Kosten

12.01.2016Bayerischer RundfunkStadtrat nimmt Finanzierung für Sanierung an

12.01.2016iTV CoburgSanierung kann kommen

12.01.2016Neue Presse CoburgFreistaat Bayern steht zur Theatersanierung

 

Geschichte des Landestheaters Coburg

 

Erste Belege einer Theatertradition in Coburg reichen zurück bis ins 16. Jahrhundert. Herzog Albrecht von Sachsen-Coburg ließ 1683 den oberen Saal des herzoglichen Zeughauses in der Herrngasse – das heutige Staatsarchiv – zu einer Theaterbühne umbauen, auf der in Folge zahlreiche Wanderbühnen gastierten. Unter Herzog Ernst Friedrich von Sachsen-Coburg-Saalfeld (1724-1800) erfolgte 1764 der Umbau des an der Stelle der heutigen Schlossplatz-Arkaden 1627 errichteten Ballhauses zu einem ersten Theater. Die Gründung des »Herzoglich Sächsischen Hoftheaters zu Coburg« durch Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg-Gotha legte mit der Verpflichtung eines ständigen Ensembles 1827 schließlich den Grundstein für einen geregelten Theaterbetrieb in Coburg. Die Vorstellungen des Theaters fanden bis 1918 – je nach Aufenthaltsort des herzoglichen Hofes – im Wechsel mit Gotha von September bis Januar sowie von Mai bis Juni statt.

Der Grundstein für das heutige Theatergebäude wurde im Oktober 1837 gelegt. Der Neubau entstand unter der Leitung von Stadtbauinspektor Carl Balthasar Harres und Hofbaurat Vincenz Fischer-Birnbaum an der Stelle der alten Stahlhütte – bis dahin das städtische Waisenhaus. Die Finanzierung erfolge zu nicht unwesentlichem Teil aus freiwilligen Spenden, nicht zuletzt durch Zuwendungen von Verwandten der herzoglichen Familie, bspw. König Leopold I. von Belgien, Königin Viktoria und Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha. Das Hoftheater-Neubau wurde nach 3-jähriger Bauzeit im Jahr 1840 fertiggestellt und am 17. September mit der Aufführung der Oper »Der Feensee« von Daniel-François-Esprit Auber eingeweiht. 1847 wurde der Bau nach Norden durch einen nachträglich angefügten Erweiterungsbau vollendet. Ein weiterer Umbau erfolgte 1857.

Mit dem Rücktritt Herzog Carl Eduards von Sachsen-Coburg und Gotha im November 1918 begann die Übertragung des Theaters an den Freistaat Coburg. Der im Juni 1919 geschlossenen Ausgleichsvertrag sah ursprünglich die Einbringung des Hoftheaters aus dem Privatvermögen des Herzogs in die noch zu gründende Landesstiftung vor. Nach deren Gründung im August 1919 verblieb das Theater jedoch im Besitz des Freistaates. Ein ebenfalls im August 1919 geschlossener Vertrag zwischen Freistaat und Stadt Coburg bildet bis heute die maßgebliche Grundlage zur Finanzierung des Landestheaters. Hierin verpflichtet sich die Stadt Coburg dazu, das ehemalige Hoftheater »auf seiner bisherigen künstlerischen Höhe« als »Coburger Landestheater« weiterzuführen. Neben einem festen Zuschuss zu den Betriebskosten fällt die Finanzierung im Falle eines Fehlbetrages im Verhältnis 60% zu 40% Stadt und Staat jeweils gemeinsam zu. Nach der Vereinigung der Freistaaten Coburg und Bayern 1920 trat der bayerische Staat anstelle des Freistaates Coburg in die Vereinbarung ein. Diese besteht in ihren Grundzügen bis heute fort und wurde zuletzt im Jahr 1924 vertraglich neu gefasst.

Die letzte größere Sanierungsmaßnahme fand in Vorbereitung der Feierlichkeiten zum 150. Jubiläum des Landestheaters von 1970-1977 statt. Neben der Erfüllung von Brandschutzauflagen, standen bereits im Rahmen der letzten Sanierung die Instandsetzung von in die Jahre gekommener technischer Anlagen – Heizungs-, Klima- und Lüftungsanlagen sowie Theater- und Bühnentechnik – sowie die Auslagerung verschiedener Bereiche in benachbarte Gebäude, um den mit der Zeit gewachsenen Anforderungen an einen modernen und leistungsfähigen Theaterbetrieb gerecht zu werden, im Vordergrund.

 


  Das Coburger Landestheater
 
 

Generalsanierung des Landestheaters

 

Der Coburger Stadtrat hat in seiner 1. Sitzung im Jahr 2016 die mit dem Freistaat Bayern verhandelte Vereinbarung über die Finanzierung der Generalsanierung des Landestheaters Coburg angenommen. In der zwischen dem Freistaat Bayern und der Stadt Coburg getroffenen Finanzierungsvereinbarung erklärt sich der Freistaat bereit, 75 Prozent der Kosten der Generalsanierung des Hauptgebäudes sowie 50 Prozent der Kosten eines Neubaus neben dem Hauptgebäude zu übernehmen.

Für das im Kern 175 Jahre alte Theatergebäude, das letztmalig Ende der 1970er Jahre im größerem Umfang instand gesetzt und erweitert wurde, ist die anstehende Sanierungsmaßnahme die Umfassendste seit Bestehen des Theaters. Ein im Jahr 2013 eingetretener substantieller Wasserschaden verlieh den bereits mehrere Jahre zuvor in die Wege geleiteten Bemühungen um eine Sanierung zusätzliche Dringlichkeit: Die aktuell gültige Betriebserlaubnis für das Landestheater läuft aller Voraussicht nach im Jahr 2018 ab.

Bereits heute erfüllt das Theater bspw. in Bereichen des Brandschutzes, der Barrierefreiheit und des Arbeitsschutzes nicht mehr vollständig den rechtlich vorgegebenen Rahmen. Hinzu kommt, dass die technischen Installationen des Hauses, insb. auch die Bühnen- und Medientechnik im Theater in die Jahre gekommen sind und grundsätzlich sanierungsbedürftig sind. Im Bestandsgebäude herrscht in verschiedenen Bereichen des Hauses akuter Raummangel. Bauliche Mängel bis zur Beeinträchtigung der Außenhaut des Gebäudes zeichnen ein Bild vom Umfang der bevorstehenden Sanierungsarbeiten, deren Detailplanung jedoch noch bevorsteht.

Den Planungsauftrag hierzu hat der Bayerische Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, Dr. Markus Söder Anfang Februar erteilt.

 


  Das Coburger Landestheater