Einzelprojekte

 
 

Im Fachjargon der Stadtplaner spricht man von einer »negativen Entwicklung der Nutzungsstruktur« oder einem »Trading-Down-Effekt«, wenn in einem Quartier zunehmend Ladenflächen leer stehen, sanierungsbedürftige Häuser langsam zerfallen, Menschen sich nicht mehr wohlfühlen und womöglich wegziehen. Mit der Sanierung wurde in der Ketschenvorstadt diese drohende Abwärtsspirale gestoppt.

Dazu zählen zeitgemäße, barrierefreie Räumlichkeiten mitten in einem attraktiven Quartier, sodass die Kundschaft gerne vorbeischaut. Zur Attraktivität trägt der neu gestaltete öffentlichen Stadtraum bei, mit Gassen, die zum Flanieren einladen und dem Albertsplatz und dem Säumarkt, die für eine gemütliche Pause oder kulturelle Aktivitäten wie gemacht sind.

Und letztlich lebt ein Quartier vor allem auch durch die Menschen, die darin wohnen. Dafür wurde in der Ketschenvorstadt bestehender Wohnraum saniert und auch neu gebaut. Nach Abschluss der Arbeiten ist ein Miteinander verschiedenster Lebenssituationen möglich, können Alt und Jung, Groß und Klein gemeinsam leben. Somit pulsiert das Quartier tagsüber und werden die Bürgersteige auch abends nicht bereits um acht Uhr hochgeklappt.

Mit der Sanierung bringt Coburg die Schönheit der Altstadtgassen und Plätze wieder zur Geltung: In Anlehnung an ihre ursprüngliche Gestaltung und unter Berücksichtigung der heutigen Bedürfnisse. Abgerundet wird die Aufwertung des Straßenraums durch eine edle und barrierefreie Oberflächengestaltung. Mit Naturpflastersteinen knüpft Coburg an die historische Vergangenheit an. Der Weg vom Ketschentor über den Säumarkt bis hin zum Albertsplatz wird so wieder zu einer Einheit.

 

Sanierungsgebiet Ketschenvorstadt

Sanierungsgebiet Ketschenvorstadt

 

Albertsplatz

 

Wer heute über den Albertsplatz flaniert, kann sich gar nicht vorstellen, dass dieses Stück Coburger Geschichte jahrzehntelang als besserer Parkplatz genutzt wurde. Das historische Erbe von der kleinen Vorstadt in der Stadt ist deutlich spürbar. Die Fassaden zweier Häuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert erstrahlen in altem Glanz. Sie wurden originalgetreu, nach historischen Vorgaben restauriert und kleinere Bausünden aus jüngerer Zeit rückgängig gemacht. Ein Neubau passt unter anderem mit Gesimsen, Putzfassade und Holzfenstern perfekt zu den denkmalgeschützten Nachbarhäusern. Und das, obwohl der Bau eine moderne Ausstrahlung hat und ein eigenständiges Stück zeitgemäßer Architektur ist.

Faszinierender Anziehungspunkt ist der neue Brunnen mitten auf dem Platz: Aus 25 Fontänen schießt Wasser bis zwei Meter hoch in die Luft; die Computersteuerung generiert spielerische Muster und Passanten könnten das Wasserspiel über Sensoren sogar beeinflussen. Bei schönem Wetter spannen zwei Cafés ihre Sonnenschirme auf und laden zu einer entspannten Pause im Freien ein. Weitere Sitzgelegenheiten gibt es rund um die modern gestaltete Bushaltestelle. Und wer wieder Energie geschöpft hat, macht einen Schaufensterbummel rund um den Platz. Schier magisch wird es dann in der Nacht: Die Wasserfontänen glitzern farbig, die speziell designten Coburg-Leuchten strahlen und die Sitzwürfel, die tagsüber rege genutzt werden, beginnen zu leuchten. Eine künstlerische Inszenierung, für die Coburg den Deutschen Lichtdesign-Preis 2014 erhalten hat.

Die Sanierung bewahrt die Geschichte des Platzes und schreibt sie behutsam weiter. Die beiden zentralen Plätze der Ketschenvorstadt, der Albertsplatz und der Säumarkt, lassen den Charme der historisch gewachsenen Vorstadt aufleben und bieten gleichzeitig städtisches Flair und modernsten Komfort.

 

Der neu gestaltete Albertsplatz bei Tag...

...und bei Nacht.

 

Ketschengasse / Säumarkt

 

Knapp hundert Meter Ketschengasse liegen zwischen dem Albertsplatz und dem Säumarkt, nochmals 80 Meter weiter steht das Ketschentor, eines der ehemaligen Stadttore. Die beiden Plätze und die ganze Gasse wurden mit Pflastersteinen aus Naturstein ausgelegt. Das althergebrachte Material wirkt edel und modern. Damit dieser Eindruck nicht zerstört wird, hat die Stadt für die sanierte Ketschenvorstadt extra eine Gestaltungsrichtlinie erlassen: Straßencafés dürfen beispielsweise keine simplen Plastikstühle aufstellen; die Bestuhlung soll vielmehr zeitgemäß sein und die Schönheit der Platz- und Straßenräume unterstreichen.

Neben dem Ketschentor zieht auf dem Säumarkt auch ein Brunnen die Blicke auf sich: Es ist der noch gut erhaltene Ketschenbrunnen, in dessen unmittelbarer Nähe bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts unter anderem die Schweine gehandelt wurden. In Coburg sprechen darum auch alle vom Säumarktbrunnen. Gleich neben dem sanft sanierten achteckigen Becken reihten sich früher die Autos, heute lässt sich hier gemütlich im Freien essen und trinken. Die Parkplätze wurden zwar nur leicht reduziert. Dank geschickter Anordnung bleibt auf dem Säumarkt und in der ganzen Ketschengasse trotzdem mehr Platz für Fußgänger, Radfahrer und Straßencafés. Coburg hat sich so den nötigen Freiraum geschaffen für eine lebendige Innenstadt – inmitten historischer Kulisse und zeitgemäßer Architektur.

Mit der Sanierung bringt Coburg die Schönheit der Altstadtgassen und Plätze wieder zur Geltung: In Anlehnung an ihre ursprüngliche Gestaltung und unter Berücksichtigung der heutigen Bedürfnisse.

 

Die neu gepflasterte Ketschengasse
 
 

 

Quartier am Albertsplatz

 

2008 klärte ein städtebaulicher Ideen- und Realisierungswettbewerb die Neugestaltung der öffentlichen Räume in der Ketschenvorstadt.

Das Büro Prof. Ackers, Braunschweig, entwickelte, basierend auf diesen Grundlagen, eine städtebauliche Studie für das Quartier, mit einer Tiefgarage. Mit Plangutachten für die Baufelder »Nord« und »Süd« wurde das Quartier weiterentwickelt, so dass nunmehr ein Gesamtkonzept für ein nachhaltig nutzbares Stadtquartier erstellt werden konnte.

Durch Neubauten soll zusätzlicher, moderner und zum Teil barrierefreier Wohnraum entstehen. Durch die Sanierung erhalten die vorhandenen Wohnungen einen zeitgemäßen Standard. Gewerbeflächen in verschiedenen Größen ermöglichen eine vielfältige Nutzung. Die Stellplätze für Anwohner und Kunden in der neuen Tiefgarage entspannen die Parksituation im Quartier. Die begrünten Innenbereiche mit Kinderspielplatz für die Anwohner runden das Wohnen für alle Generationen ab.

  Bau- und Sanierungsmaßnahmen
 

Übersichtsplan: Quartier am Albertsplatz

 

Quartierstiefgarage

 

Bei kaum einer Frage gehen die Meinungen so weit auseinander wie bei Parkplätzen. Die einen hätten am liebsten die ganze Altstadt komplett autofrei, die anderen möchten jederzeit einen kostenlosen Parkplatz finden. Hier gilt es, einen Kompromiss zu finden. Es geht darum, die Autos von der Straße zu bringen, um Platz für Straßencafés, gemütliche Sitzmöglichkeiten und großzügige Bürgersteige zu schaffen. Gleichzeitig müssen Anwohner, Gewerbetreibende und ihre Kunden zufahren können.

Um alle Bedürfnisse zu befriedigen, wird in der Ketschenvorstadt eine Tiefgarage gebaut, mit Stellplätzen für die Anwohner und barrierefreien Plätzen für Gäste und Kunden. Auf insgesamt 4.500 Quadratmetern wurde für die Quartiertiefgarage gebaggert, gepfählt und betoniert. Um die 23.000 Kubikmeter Erde mussten abgetragen werden. Tragendes Fundament ist eine Bohrpfahlwand aus circa 600 Pfählen, die in 10 Meter Tiefe in den Boden gerammt wurden.

Neben den Parkhäusern Mauer, Post und Zinkenwehr baut die Stadtentwicklungsgesellschaft die vierte öffentliche Parkanlage in der Innenstadt. Mit gut 170 Stellplätzen ist die Tiefgarage das mit Abstand kleinste Objekt. Von der Ausstattung her bietet sie jedoch modernsten Komfort. Die Ein- und Ausfahrt der Tiefgarage erfolgt an der Goethestraße über das sogenannte Torhaus. Die Tiefgarage ist zweigeschossig. Das 1. Untergeschoss ist für Kurzzeitparker vorgesehen. Gut zugänglich liegen hier die Behinderten- sowie die extra breiten Eltern-Kind-Stellplätze. Im 2. Untergeschoss gibt es auch Dauerparkplätze. Drei Treppenhäuser mit Aufzug bringen die Nutzer der Tiefgarage an die Oberfläche.

Die Tiefgarage liegt teilweise unter bestehenden, historischen Gebäuden beim Albertsplatz und beim Säumarkt. Mit den Häusern Albertsplatz 4 und Kuhgasse 2 werden auf dem Dach der Garage zudem Neubauten errichtet. Alles, was nicht bebaut ist, wird als Freifläche genutzt: für Mietergärten, einen Kinderspielplatz sowie einen Wohnhof, der als Treffpunkt für die Bewohner des Quartiers geplant ist.

 
 


 

Grundsteinlegung der Tiefgarage (2013)

 

Albertsplatz 2 / Zinkenwehr 1

 

Vom Albertsplatz her gesehen wurde die Fassade des historischen Baudenkmals nahezu erhalten und instand gesetzt. Im Innern wurde auf die Baustruktur Rücksicht genommen und gleichzeitig der Grundriss an heutige Bedingungen angepasst. Das Gebäude ist über ein gemeinsames Treppenhaus mit dem Nachbarhaus (bisher Albertsplatz 2) verbunden. Künftig laufen beide Häuser unter der Adresse Zinkenwehr 1.

Im Erdgeschoss liegt ein kleines Ladenlokal, der großzügige Eingangsbereich zum Einkaufsmarkt im Innern des Gebäudekomplexes sowie Treppenhaus und Aufzug zur Tiefgarage. Um die nötige Raumhöhe zu gewinnen, wurde auf den Keller verzichtet und die Fußbodensohle tiefer gelegt. Die acht Wohnungen in den Obergeschossen bieten alle einen Balkon oder eine Terrasse nach Süden. Als „Haus im Haus“ wird die über 120 Quadratmeter große 6-Zimmer-Maisonettewohnung über zwei Stockwerke bezeichnet.

Auf der 800 Quadratmeter großen Gewerbefläche im Inneren des Gebäudekomplexes sind eine Markthalle oder ein Supermarkt geplant, um das Einkaufen mitten im Quartier zu ermöglichen. Es ist ein großzügiges, barrierefrei ausgebautes Entree. Wer mit dem Auto unterwegs ist, kommt mit seinen Einkäufen über den Aufzug direkt in die Tiefgarage. Auf dem Dach des neuen Einkaufsmarkts wird ein Wohnhof gestaltet, als Ruhe- und Spielbereich. Von hier aus kommen die Bewohner der umliegenden Häuser in ihre Wohnungen. Mit einem Spielplatz und Grünflächen ist er als Treffpunkt für die Bewohner des Quartiers geplant. Blickfang wird eine pyramidenförmige Glaskuppel sein, durch die natürliches Licht in die Handelsfläche im Untergeschoss fällt.

Die sanierten Gebäude verbinden Wohnen in einer gewachsenen Struktur mit den Vorteilen eines Neubaues. Die zentrale Lage am Albertsplatz hat einen besonderen Charme.

 

Albertsplatz 2 (im Bau)

Albertsplatz 2/Zinkenwehr 1: Ansicht Nord

 

Albertsplatz 3 / Albertsplatz 4

 

Das Gebäude Albertsplatz 3 ist als Einzeldenkmal in der Denkmalliste eingetragen. Es handelt sich um ein dreigeschossiges spätklassizistisches Bürgerhaus, welches um 1870 entstanden ist. Das Fassadenbild zum Albertsplatz bleibt erhalten und wird nach historischen Vorgaben restauriert.

An der Südfassade zeigt sich mit den Balkons und einer Terrasse, die zu drei Wohnungen gehören, die Anpassung an heutige Bedürfnisse. Im Erdgeschoss liegt zudem ein knapp 40 Quadratmeter großer Laden. In den beiden Obergeschossen und Dachgeschoss werden die Bestandswohnungen saniert und den heutigen Wohnbedürfnissen und -standards angepasst. Zusätzlich erhalten die Wohnungen einen Freisitz im 1. Obergeschoss bzw. je einen Balkon im 2. Obergeschoss und im Dachgeschoss.

Der Neubau des Wohn- und Geschäftshauses am Albertsplatz 4 soll den Charakter des Quartiers weiterentwickeln und sich bestmöglich in das intakte städtebauliche Umfeld einfügen. Besondere Bedeutung kommt dabei dem respektvollen Umgang mit dem denkmalgeschützten Gebäude Albertsplatz 3 zu. Das bestehende Gebäude wurde abgerissen und teilweise auf den Technikräumen der neuen Tiefgarage neu gebaut. Mit Gesimse und Sockelgeschoss passt die Fassade des Neubaus trotz moderner Architektur zu den Nachbarhäusern, die allesamt Baudenkmäler sind.

Im Innern entsteht eine Einzelhandelsfläche von gut 130 Quadratmetern. Der Zugang zu fünf Wohnungen liegt im gemeinsam genutzten Wohnhof. Die 2- und 3-Zimmer-Wohnungen bieten alle eine Loggia sowie Balkon oder Terrasse. Das ganze Gebäude erfüllt modernste energetische Standards.

 

Albertsplatz 4 (im Bau) / Albertsplatz 3

Albertsplatz 3/Albertsplatz 4: Ansicht Nord

 

Kuhgasse 2

 

Das Gebäude Kuhgasse 2 entsteht auf der neuen Quartierstiefgarage, oberhalb der Gewerbefläche, im 1. und 2.Obergeschoss. Der Innenhof auf dem Dach der Gewerbefläche wird als Ruhe- und Spielbereich gestaltet. Er dient nicht nur der Erschließung der Wohnungen in der Kuhgasse 2 und im Albertsplatz 2 und 4, sondern auch als Treffpunkt für die Bewohner des Quartiers.

Mit dem Neubau schafft Coburg zeitgemäßen Wohnraum, der unterschiedlichsten Ansprüchen gerecht wird. In den Obergeschossen liegen barrierefreie 2- und 3- Zimmer-Wohnungen, die jeweils über Balkon oder Terrasse verfügen.

Weitere vier Reihenhaus-Wohnungen mit Terrasse und Gartenanteil werden als Passivhäuser errichtet. Die Eingangstüren liegen im Innenhof, über das Treppenhaus mit Aufzug ist auch die Tiefgarage zu erreichen.

 

Kuhgasse 2 (im Bau)

Kuhgasse 2: Ansicht Ost

 

Kubenhäuser (ehemalige Ketschengärten)

 

Ein neues Torhaus entsteht direkt an der Goethestraße und bietet Platz für die Ein- und Ausfahrt der neuen Quartiertiefgarage. Dazu musste das bestehende Gebäude Goethestraße 9 abgerissen werden. Der Neubau schließt eine Lücke und schirmt das Gartengrundstück von dem Verkehr ab. Im Innenbereich entsteht so ein idyllischer und friedlicher Flecken Land mitten in der Stadt: Ein idealer Bauplatz für sechs kleine moderne Gartenhäuser, die ganz groß sind.

Die Kubenhäuser liegen gut geschützt hinter dem Neubau mit der Parkgarageneinfahrt, sie werden direkt auf dem Dach der unterirdischen Parkgarage gebaut. Anders als beispielsweise am Albertsplatz mussten die Architekten keine historischen Denkmäler in ihre Entwürfe einbeziehen, sie konnten – im Rahmen der Maßstäblichkeit – zeitgemäße Stadtbauten frei entwickeln. Bereits jetzt sind die Wohnungen so begehrt, dass die Wohnbau eine lange Warteliste führt.

Die Kubenhäuser punkten mit einem großzügigen Außenbereich für alle acht Wohnungen. Möglich wird dies durch eine terrassenartige Bauweise, es gibt ein-, zwei- und dreistöckige Häuser. Die Besitzer der Wohnungen im Erdgeschoss haben einen eigenen Garten; für die Wohnungen im 1. und 2. Stock gibt es jeweils eine Dachterrasse auf den tiefer liegenden Dächern der Nachbarhäuser mit Blick über die Altstadt. Die Wohnungen sind zwischen 60 und 110 Quadratmetern groß, mit 2 bis 4 Zimmern.

Die gesamt Anlage ist über ein zentrales Treppenhaus und einen Aufzug barrierefrei und rollstuhlgerecht mit der Tiefgarage und den Kellerräumen verbunden. Auch die Wohnungen selbst sind konsequent barrierefrei ausgebaut. Energietechnisch gesehen sind die Bauten auf neuem Stand. Die Wohnungen verfügen über eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung. Die Wärmedämmung entspricht dem Standard eines Passivhauses.

 

Modell/Visualisierung: Kubenhäuser

Grundrisse EG

 

Weitere Objekte

 

Ketschengasse 54 / Casimirstraße 5

 

Direkt am Ketschentor befindet sich am unteren Ende der Ketschengasse zur rechten Seite das Gebäude Ketschengasse 54. Im Rahmen von Bau- und Sanierungsmaßnahmen wird das Bestandsgebäude modernisiert und um einen angeschlossenen Erweiterungsbau ergänzt. Auf 3 Ebenen (UG, EG, OG) entstehen im sanierten Altbau insgesamt 13 Gästezimmer als Erweiterung eines in der unmittelbaren Nachbarschaft gelegenen Hotelbetriebs. Im angrenzenden Neubau befinden sich 5 weitere Gästezimmer sowie ein Foyer mit Aufzug. Vier Stellplätze im Hof runden das Gesamtensemble ab.

Die Bau- und Sanierungsarbeiten begannen Mitte Oktober 2014. Archäologische Funde verzögerten jedoch die Bauarbeiten, so dass diese erst im November 2015 fortgesetzt werden konnten. Mit einer Fertigstellung ist voraussichtlich Ende August 2015 zu rechnen.

  Projektinformationen
  • Bauträger und Investor:
    Ernst-Friedrich Eckardt, Hemsbach

 

Visualisierung: Ketschengasse 54

Casimirstraße 5

 

Ketschendorfer Straße 2

 

Das 1825 erbaute Einzeldenkmal wurde zu einem Hotel mit 8 Doppelzimmern und 2 Suiten umgebaut. Bis zur Eröffnung im Jahr 2015 wurde das Sandsteinmauerwerk sowie die alten gusseisernen Zäune instandgesetzt. Die städtebaulichen Fördermittel wurden für die Sanierung der Gartenanlage eingesetzt. Die »Villa Victoria« wurde 2015 von der Stadt Coburg mit einer Medaille für die vorbildliche Sanierung historischer Gebäude ausgezeichnet.

  Projektinformationen
  • Wohn- und Nutzfläche:
    480 m²
  • Bauherr:
    Familie Sommer
 

Ketschendorfer Str. 2 (Villa Victoria)

 

Ketschengasse 28

 

Vom Gerber über Büchsenmacher, Schlosser und Schuhmachermeister waren im Haus mit Mansardwalmdach schon verschiedenste Handwerker zugange. Das Ladenlokal im Erdgeschoss soll nach der Sanierung wieder als Geschäft genutzt werden.

  Projektinformationen
  • Wohn- und Nutzfläche:
    220 m²
  • Gewerbefläche:
    115 m²
  • Bauherr:
    Birzer Kittner Weber GdbR
 

Ketschengasse 28

 

Ketschengasse 30

 

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde in dem dreigeschossigen Gebäude aus dem 18. Jahrhundert eine Gastwirtschaft eröffnet. Noch ist offen, ob hier wieder ein Café oder Bistro eröffnet wird - im Erdgeschoss wird es jedoch sicherlich eine gewerbliche Nutzung geben.

  Projektinformationen
  • Wohn- und Nutzfläche:
    142 m²
  • Gewerbefläche:
    142 m²
  • Bauherr:
    Birzer Kittner Weber GdbR
 

Ketschengasse 30

 

Ketschengasse 32

 

In dem Haus, dessen Kern aus dem 17. Jahrhundert stammt, wurde 1822 der spätere Gründer des Coburger Musikvereins, Ernst Eichhorn geboren.

  Projektinformationen
  • Wohn- und Nutzfläche:
    144 m²
  • Gewerbefläche:
    50 m²
  • Bauherr:
    Birzer Kittner Weber GdbR
 

Ketschengasse 32

 

Ketschengasse 42

 

Der ursprünglich bis in das 16. Jahrhundert zurückgehende Komplex wurde im Laufe der Zeit ständig an- und umgebaut. Für eine Korbwarenfabrikation wurde im 19. Jahrhundert beispielsweise ein Nutzgebäude gebaut. Erdgeschoss und Innenhof sollen für einen Gastronomiebetrieb saniert werden.

  Projektinformationen
  • Wohn- und Nutzfläche:
    394 m²
  • Gewerbefläche:
    140 m²
  • Bauherr:
    Wohnbau Stadt Coburg GmbH
 

Ketschengasse 42

 

Ketschengasse 46

 

In nächster Nähe zu den Tier- und Töpferwarenmärkten auf dem Säumarkt brachten hier einst Großmetzger die Tiere unter. Das nach einem Brand 1708 neu errichte Gebäude wurde von der Wohnbau Stadt Coburg GmbH erworben. Diese wird das Vorderhaus sanieren, das Hinterhaus und die großen Gartenflächen neu überbauen.

  Projektinformationen
  • Wohn- und Nutzfläche:
    575 m²
  • Gewerbefläche:
    90 m²
  • Bauherr:
    Wohnbau Stadt Coburg GmbH
 

Ketschengasse 46

 

Goethestraße 11

 

Das neugotische Eckhaus dominiert mit seinem prachtvollen Äußeren die Kreuzung Goethestraße - Casimirstraße. Ein privater Investor saniert das bestehende Gebäude und investiert einen Neubau über den die neue, öffentliche Tiefgarage erschlossen wird.

  Projektinformationen
  • Wohn- und Nutzfläche:
    213 m² Altbau, 604 m² Neubau
  • Bauherr:
    Tanju Kaya
 

Goethestraße 11

 

Obere Salvatorgasse 1

 

Das Gebäude Obere Salvatorgasse 1 ist eines der typischen Kleinsthandwerkerhäuser der Vorstadt. Auf engstem Raum befanden sich hier Wohnung und Gewerbe unter einem Dach. Eine Sanierung und Anpassung an heutige Standards scheint jedoch dringend notwendig: Bisher gab es in dem 1404 erstmals erwähnten, Ende des späten 18. Jhdts. nochmals umgebauten Gebäude auf vier Stockwerken nur eine einzelne Toilette.

  Projektinformationen
  • Wohn- und Nutzfläche:
    110 m²
  • Bauherr:
    Zeitner
 

Obere Salvatorgasse 1

Projektpartner und -beteiligte

Städtebauförderung in Oberfranken

Dieses Projekt wird im Bund-/Länder-Städtebauförderungsprogramm »Städtebaulicher Denkmalschutz« mit Mitteln des Bundes und des Freistaats Bayern gefördert.