Wirtschaftsförderungsgesellschaft übernimmt Alte Pakethalle

von4. August 2015 um 10:20Stadt Coburg0 Kommentare

  Die Alte Pakethalle am ehemaligen Güterbahnhof

Viele Jahre stand sie leer, bis sie in den letzten zwei Jahren wieder in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt ist. Die Alte Pakethalle auf ehemaligen Güterbahnhof-/Schlachthofgelände hat in den letzten Monaten als Location der Coburger Designtage und der Verleihung des Coburger Medienpreises auf sich aufmerksam gemacht. Der Altbau, bestehend aus einem Bürotrakt, zwei Lagerhallen sowie Verladerampen und einer Freifläche hat sich als hervorragend geeigneter Ort für Veranstaltungen, besonders aus dem Bereich der Kreativwirtschaft, erwiesen.

Nach dem Erwerb des gesamten Güterbahnhofsgeländes durch die Stadt Coburg ist die Rahmenplanung für das Gelände inzwischen weit voran geschritten. In diesem Zusammenhang wurden auch Überlegungen angestellt, was mit der markanten Halle geschehen kann. Die Diskussion reicht dabei von einem vollständigen Abriss bis hin zu Sanierung und Erhalt des Gebäudes. Nachdem die Alte Pakethalle bislang durch das Coburger Designforum Oberfranken sporadisch genutzt wurde, konnte nun eine mittelfristige Zwischennutzung gefunden werden.

Die städtische Wirtschaftsförderungsgesellschaft (Wifög) mit ihren Geschäftsführern Stephan Horn und Regina Eberwein, die auch die Designwerkstatt Coburg im ehemaligen Hofbrauhaus betreibt, wird die Halle vorübergehend anmieten. Sie soll als Ergänzung und Erweiterung des Angebots der Designwerkstatt dienen. Das Hofbraugelände ist in der Zwischenzeit weitestgehend entwickelt, so dass die Designwerkstatt, schon aufgrund der räumlichen Nähe, die Pakethalle als Möglichkeit sieht, dort die Kreativwirtschaft und wirtschaftsnahe Projekte zu unterstützen. Vor allem im Bereich Veranstaltungen bietet das Areal eine Vielzahl an Nutzungsmöglichkeiten.

 


 




  Viel los rund um die Alte Pakethalle – während der 27. Coburger Designtage im Mai 2015

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft möchte mit der Anmietung und der Belebung des Gebäudes auch erreichen, dass der Güterbahnhof weiterhin im Bewusstsein der Öffentlichkeit und möglicher Investoren bleibt. »Planungsphasen und anschließende Umbau- und Erschließungsmaßnahmen haben es an sich, dass die Projekte den Anschein haben, dass Stillstand herrscht. Es freut mich, dass wir mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft und der Designwerkstatt die Möglichkeit haben, auf dem Gelände Projekte zu initiieren, die sich nicht mit den Baumaßnahmen überschneiden werden, die aber das Gelände beleben«, so Coburgs Baubürgermeisterin Dr. Birgit Weber.

»Mit der geplanten Zwischennutzung der Pakethalle und des umliegenden Geländes, werten wir das Areal auf und wir sind zuversichtlich, dass mögliche Investoren und Nutzer sich so für das Gelände interessieren. Denn unser aller Ziel ist es, das Güterbahnhofsgelände zu einem erfolgreichen Standort für Wirtschaft, Wissenschaft, Technologie und Design entwickeln«, so Oberbürgermeister Norbert Tessmer.

In der Pakethalle können nun für ein Jahr Veranstaltungen durchgeführt werden. Neue – aber auch solche, die auf dem Hofbraugelände keinen Platz mehr finden. Erste Planungen, die Messe für Kreativwirtschaft – COME 2016, in der Pakethalle, zu veranstalten, liegen bereits auf dem Tisch.

Für Wifög-Geschäftsführer Stephan Horn werden bei Terminen in der Alten Pakethalle Erinnerungen wach: »Eine solche Situation, dass ich zwischen Ruinen herumgelaufen bin und Überlegungen für Projekte und Entwicklungen der Gebäude angestellt habe, hatte ich auch auf dem Gelände des ehemaligen Hofbrauhauses. Das, was dort daraus geworden ist, kann sich sehen lassen. Allerdings gilt es auf dem jetzigen Gelände, im Rahmen der Zwischennutzung, auch zu ermitteln, ob die Pakethalle erhalten werden kann oder doch dem Abriss anheimfallen muss«.

Organisiert wird der Betrieb rund um das Areal von Karin Ellmer und ihrem Team aus der Designwerkstatt. »Die Pakethalle ist für uns die ideale Ergänzung zu den Entwicklungen, die wir am Hofbraugelände in Gang gesetzt haben. Hier sind wir mit der Hochschule und Unternehmen gemeinsam zu einem sehr guten Status quo gekommen. Diese Entwicklung wollen wir nun auf dem Güterbahnhofsgelände fortführen«, so Ellmer. Technik und Infrastruktur in und um die Alte Pakethalle werden von Michael Böhm, Koordinator des Stadtmarketings, organisiert.

Wer Interesse hat, in der Alten Pakethalle Veranstaltungen durchzuführen, kann sich mit Karin Ellmer und dem Team der Designwerkstatt in Verbindung setzen.

 


 

 

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