Foto: iw2050 / Walter Vorjohan.

 

  Foto: iw2050 / Walter Vorjohan.

Gemeinsam in eine klimaneutrale Zukunft

Klimaschutz zählt schon lange zu den vordringlichsten Themen für die Wohnungswirtschaft. Um bis 2050 einen klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen, trafen sich am vergangenen Dienstag, 28. Januar 2020, 24 ausgewählten Unternehmen – darunter auch die Wohnbau Stadt Coburg – zur Vereinsgründung der Initiative Wohnen.2050 in Berlin.

»Nicht nur über den Klimawandel reden, sondern handeln.« – Unter diesem Motto hatte die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt Gründungspartner aus ganz Deutschland eingeladen. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Axel Gedaschko, Präsident des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW). »Für die Wohnungswirtschaft ist Klimaschutz eines der vordringlichsten Themen – und alle Beteiligten leisten seit langem einen kontinuierlichen Beitrag. Um das Zwei-Grad-Ziel und einen klimaneutralen Gebäudebestand bis 2050 zu erreichen, gilt es den Einsatz noch einmal deutlich zu erhöhen. Die Situation erfordert nicht nur Engagement, sondern Transformation«, erklärte Gedaschko.

Bundesweiter Zusammenschluss der Wohnungswirtschaft

Die Initiative Wohnen.2050 vereint geballtes Know-How und setzt auf den Open-Source-Ansatz. Lösungen und Tools für die ressourcensparende Entwicklung von unternehmensspezifischen Wegen zur Klimaneutralität werden gemeinsam erarbeitet und ausgetauscht. »Wir stehen vor der wohl größten Jahrhundertaufgabe unserer Zeit. Deswegen war für uns klar, dass wir eine Brancheninitiative brauchen, um dieser Herausforderung gemeinsam und partnerschaftlich zu begegnen«, so Dr. Thomas Hain, Leitender Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt und Vorstand der neuen Initiative, über das Klimaschutz-Engagement. Sechs der zehn größten Wohnungsbaugesellschaften Deutschlands engagieren sich in der Initiative.

Wohnbau Stadt Coburg als Gründungsmitglied

Als Gründungsmitglied waren auch die Wohnbau sowie die Stadt Coburg bei der Versammlung in Berlin vertreten: »Wir sehen in der Initiative eine große Chance. Die Klimakrise kann nur in engem Austausch und Zusammenarbeit bewältigt werden.«, so Christian Meyer, Geschäftsführer der Wohnbau Stadt Coburg. Die Herausforderung liegt für Wohnungsbauunternehmen vor allem darin, die Mieten auf dem günstigen, sozialverträglichen Niveau zu halten. »Bei einer aktuellen Durchschnittsmiete von 4,70 €/m² in Coburg befinden wir uns hier natürlich in einem Spannungsfeld«, so Meyer, »aber wir werden Lösungen finden, gerade auch durch den Austausch mit den anderen Mitgliedern der Intiative Wohnen.2050.«

Als Klimaschutzmanager der Stadt Coburg, war auch Michael Mosebach in Berlin dabei: »Je nach Betrachtungsweise ist das Wohnen für rund ein Drittel bis ein Viertel des privaten CO₂-Ausstoßes verantwortlich. Maßnahmen zur energetischen Sanierung des Wohnraums sind daher ein wichtiger Baustein zur Erreichung der Klimaschutzziele. Ich freue mich, dass die Wohnbau Stadt Coburg sich in diesem Bereich engagiert und ehrgeizige Ziele gesteckt hat.«

Über 1 Million Wohneinheiten zur Vereinsgründung

Bereits zum Gründungstag vertritt die Initiative rund 1.050.000 Wohneinheiten. »Die Beteiligung und das Interesse waren überwältigend. Wir sind stolz, uns heute mit sagenhaften 24 Gründungsunternehmen auf den Weg in eine klimaneutrale Zukunft zu machen«, so Felix Lüter, Leiter des Kompetenzcenters Nachhaltigkeit der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt. Nach der offiziellen Vereinsgründung diskutierten die Teilnehmenden in Arbeitsgruppen über mögliche Finanzierungs- und Klimastrategien. In den nächsten Wochen wird es weitere Termine geben, um Strategien und Maßnahmen zur Erreichung der gesetzten Ziele zu erarbeiten.

 

 

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